Optionen | Volatilität

Implizite Volatilität (IV)

"Die implizite Volatilität gibt an, welche zukünftige Preisschwankung der Markt in den Optionspreisen 'einpreist' – sie ist das wichtigste Maß für Unsicherheit und Optionspreisgebung."

Ausführliche Definition

Im Gegensatz zur historischen Volatilität (die vergangene Schwankungen misst) ist die IV vorwärtsgerichtet: Sie wird aus dem aktuellen Marktpreis einer Option rückwärts berechnet (mit dem Black-Scholes-Modell oder Varianten). Hohe IV = teure Optionen, Markt erwartet starke Bewegung. Niedrige IV = billige Optionen, Markt erwartet ruhige Phase. IV steigt typischerweise vor Ereignissen (Earnings, Notenbankentscheidungen) und fällt danach. IV Rank (IVR) und IV Percentile helfen, die aktuelle IV in historischem Kontext einzuordnen.

StarQuant Einblick

StarQuant berechnet den IV-Rank und IV-Percentile für alle handelbaren Instrumente über rollierende 52-Wochen-Zeitfenster und stellt sie auf dem Options-Desk als primären Entscheidungsfilter bereit.

Profi-Tipp

Vor Earnings: Optionen werden oft durch hohe IV sehr teuer. Direktionale Optionskäufer verlieren oft selbst bei richtiger Richtung, weil der 'Vol Crush' nach dem Ergebnis den Zeitwertgewinn aufzehrt. Prüfen Sie immer den IVR bevor Sie kaufen.